Archiv für den Monat: Juni 2014

“Der Herr der Bälle – Chronik eines Titelgewinns – Teil 5″

Teil 5 – „Die Rückkehr des Weltmeisters“
Tag 5 – Montag 19.Mai 2014 – Abreisetag

…und täglich grüßt das Murmeltier.
Zimmer 137 erhält den Weckruf durch KIKA aus dem „Lupfer-Zimmer“ 136.
Im „Chaos-Zimmer“ 140 sind sowie schon alle wach und auch 139 ist zum Abschiedsfrühstück vollzählig angetreten.
Noch einmal das „Toast-Karussell“ inkl. anstehenden Engländern bewundern,
noch einmal lecker Muckefuck als Kaffee-Ersatz genießen,
noch einmal Ei in allen erdenklichen Varianten,garniert mit Bohnen und Wurst-Allerlei
hineinwürgen und dann ist Abschied vom Hotel Restaurant angesagt.
Dieser 349 m² Fresstempel, welcher Muttis Söhne die letzten 5 Tage mit Halbpension verwöhnte und wo am jetzt schon zur Legende gewordenen Tisch Numero cinco seis (56) der ein oder andere Kultspruch das Licht der Welt erblickte.
Jetzt ging es ans Koffer packen und anschließend traf man sich beim Check-Out in der Hotel Lobby wieder.Ab sofort lief der Countdown für die Abreise.Um 17:00 Uhr sollte das frisch gebackene Weltmeisterteam im Hotel abgeholt werden.
In einem unglaublichen Sight-Seeing Marathon rissen wir nochmal alle Stationen ab die uns noch gefehlt hatten.
Shopping – Mittelmeerstrandbesuch inkl.Baden gehen – gesellige Bier und Sangria Runde im Strandcafe – Spaziergang durch den Beachpark – Cafe Katzenberger – Block House
strandrunde
sonneundkatze

Zwischendurch hatten wir den Graf von Monte Cristo verabschiedet welcher einen Flug früher die Heimreise antrat.Zurück im Hotel blieb sogar noch etwas Zeit zum Abbaden im Pool und einem Sonnenbad auf der Terasse.
Pünktlich gegen 17:00 Uhr dann Abfahrt der Helden zum Flughafen von Palma.
Ohne weitere Zwischenfälle ging es direkt zum Checkin.Übergepäck gabs maximal auf den Hüften und nachdem Achilles noch auf der Hinreise mit 16,7 kg dominiert hatte,konnte der Ersatzkeeper nun mit 18,0kg den Titel auf der Rückreise einsacken.Gebrauchte Schlüpper wiegen halt einfach mehr als Frische…
Nun galt es sich von den Hamburger Jungs zu verabschieden und nach kurzer aber inniger Umarmung waren es dann nur noch 6.
Besondere Vorkommnisse auf dem Rückflug:
Die Saftschubse erreicht Reihe 21 und fragt nach der Sandwichsorte:“Käse oder Wurst?“
Als Antwort erhält sie: „Conchita“
Die verdutzte Stewardess braucht 10 Sekunden bevor sie ihn hat:“Ooochh,jetzt hab ich ihn geschnallt.“
Allgemeine Heiterkeit und weiter gehts im Sinkflug Richtung Berlin.
22:45 Uhr Ankunft Berlin-Tegel
Ronaldo Almseretti hatte keine Kosten und Mühen gescheut und einen roten Teppich vom Ausgang bis hin zum Bus über 620m ausgelegt.Ok das Gekreische der zahlreich erschienenen Groupies war ein wenig nervig aber so ist das nunmal als Weltmeister.Am Bus angekommen kurze Wiedervereinigung mit dem Grafen von Monte Cristo und ab gings in Richtung Meck-Pomm.Als dann gegen 3:00 Uhr morgens auch der letzte Weltmeister sicher zu Hause abgeliefert wurde,war das Abenteuer Mallorca 2014 beendet.
Mallorca 2015 wirft bereits seine Schatten voraus.So haben alle 9 schon jetzt signalisiert auch im kommenden Jahr dabei zu sein.
Wir haben schließlich einen Titel zu verteidigen…

PS: Für einige warteten auch schon weltmeisterliche Überraschungen im heimatlichen Kühlschrank.

königsberger

Ende-Finish-Konec-El final

“Der Herr der Bälle – Chronik eines Titelgewinns – Teil 4″

Teil 4 – „Rechnen will gelernt sein“
Tag 4 – Sonntag 18.Mai 2014 – Spieltag 2

Heute stehen nochmal 4 Spiele auf dem Programm.
Glücklicherweise geht es an diesem Tag nicht ganz so früh los,deshalb ist das Frühstück zu 9:00 Uhr angesetzt.Die ersten Gesichter verraten bereits…heute geht nicht all zuviel.Aber wenigstens ist das Frühstück super lecker.Schön Ei mit Bohnen und Wurst. 🙂
Mittendrin wird noch versucht zu ergründen wo die Kopfschmerzen herkommen.
Vom Sangria oder vom Gequatsche von Krischis Klon?
Wir entscheiden uns für zweiteres und latschen danach im Zeitraffer zum Sportplatz.
Scheinbar hatte uns der Wettergott erhört oder vielleicht hatte Poseidon die morgentliche Partie Offiziersskat gegen den Sonnengott Ra gewonnen.Wie auch immer,auf jeden Fall war heute der Himmel bedeckt und später setzte zeitweise sogar leichter Nieselregen ein.
Altherrenwetter!

müdeTruppe

Spiel 8
10:36 Uhr GSV OLDIES – NEUADDWEN FC (WALES) 3:0
Gleich im ersten Spiel des Tages wurde uns eindrucksvoll aufgezeigt, was ein britischer
Körper an zusätzlicher Flüssigkeit alles aufnehmen kann.Die Waliser wurden von uns in den
ersten Minuten förmlich überrannt und dabei machten sie den Eindruck,sie würden noch immer in der Kneipe sitzen.Der Graf von Monte Christo netzte 3x gnadenlos ein und erzielte damit einen lupenreinen Hattrick.
1:0 Graf
2:0 Graf
3:0 Graf

Spiel 9
11:56 Uhr GSV OLDIES – ROBSACK (ENG) 3:0
Scheinbar waren die Engländer mit den Walisern gemeinsam unterwegs,denn auch Spiel 2 dominierten wir nach belieben.Es wurde teilweise schon fast peinlich und deshalb bestrafte der Graf die lustlosen Briten mit 3 Kopfballtoren am Stück.
1:0 Graf
2:0 Graf
3:0 Graf

Spiel 10
12:28 Uhr FC DESPERADOS (BEL) – GSV OLDIES 4:1
Jetzt sollte sich zeigen wo wir wirklich stehen,denn die jungen Belgier hatten hier bisher ganz groß aufgetrumpft und spielten für mich den schönsten Fussball bei diesem Turnier.Nun offenbarte sich auch das unser Fitnesszustand nicht wirklich optimal war und die Küken zerlegten uns teilweise mit schnellen Dribblings und sehenswerten Spielzügen.
Umso überraschender kam für die Belgier unser 1:1 Ausgleich nach ihrer frühen Führung.
Einen blitzsauberen Konter schloß Vossikules gnadenlos mit einem Strich in den Winkel ab.
Oha…geht hier doch etwas?Die Frage muss leider mit Nein beantwortet werden.
Vom Fahrradkurier kurz gereizt,drehten die jungen Wilden weiter auf und wir hatten heute
einfach kein Sprit mehr im Tank.
1:0
1:1 Voß
2:1
3:1
4:1

Spiel 11
13:32 Uhr WHITBURN VILLAGE UNITED B (ENG) – GSV OLDIES 0:3
Im letzten Spiel des Tages bekamen wir nochmal englisches Kanonenfutter serviert.
Erst glänzte mal wieder der Spieler des 2.Spieltages mit einem Doppelpack und
anschließend hatte der Kapitän der Herzen seinen ganz großen Auftritt.
Nach starkem Paß vom Grafen auf Vossikules,wurde dieser regelwidrig gestoppt und
wir bekamen einen Strafstoß.Um diese Aktion zu krönen wurde kurzerhand Zimmer 140 komplett gemacht, indem wir den Käptn einwechselten.Mit exakt 4,20m Anlauf bewegte er sich elegant auf die Lederkugel zu und …wusch…Innenpfosten-> Tor…3:0, was für ein Highlight!Einen schöneren Abschluß der Vorrunde konnte man sich nicht wünschen.
0:1 Graf
0:2 Graf
0:3 Wedow (Sechsmeter)

So beendeten wir die Vorrunde mit 7 Siegen,1 Remis und 3 Niederlagen.
Was folgte war leider ein wenig peinlich für den Veranstalter,soll aber auch nicht verschwiegen werden.

Kampfgericht verrechnet sich bei der Punkteberechnung

Die GSV Oldies wurden auf der offiziellen Liste als Fünfter geführt und laut dieser hatten wir das Halbfinale nur durch ein schlechteres Torverhältnis gegenüber den punktgleichen Kölschen Kelten knapp verpasst.Verdammt eng aber eine tolle Leistung des Ü35 Weltmeisters.Platz 5 bei den Herren konnte sich absolut sehen lassen und wer rechnet schon Tabellen nach,dafür hat man schließlich ein Kampfgericht.Daraufhin wurde der Arbeitstag für beendet erklärt und die wohlverdiente Cerveza Runde bestellt.
Keiner konnte ahnen was danach passieren sollte…
Der edle Hopfen floss in Strömen und das Team hatte sich das durch teilweise grandiose Auftritte auch verdient.Als kurz darauf die Runde machte das sich das Kampfgericht mal ganz locker verrechnet hatte,war es für uns leider schon zu spät.

Die korrekte Tabelle (Top 6)
Tabelle

Nun zeigte der aktuelle Ü35 Futsal Weltmeister ein fantastisches Fairplay und verzichtete auf einen Protest.Im Team war man sich ganz schnell einig das in dem jetzigen Zustand kein Halbfinale möglich war,es sei denn man wollte sich lächerlich machen.Schade,denn wer weiß was heute mit max. 0,1 Promille noch möglich gewesen wäre…
So gingen wir in den Feiermodus über und schauten uns bei ausgelassener Stimmung die Finalspiele an.Auch hier gab es leider einen handfesten Skandal,denn die Mannschaft von Alpha London,welches mit Team A und B das Halbfinale erreichte,mixte kurzerhand einfach die Spieler durch und trat quasi immer mit derselben Truppe zu den Finalspielen an.Hier zeigte sich dann die ganze Unfähigkeit des Kampfgerichtes,welches keine Strafe dafür aussprach und die Quittung promt bekam.Denn die Betrüger gewannen das Turnier und wurden gnadenlos ausgebuht.Man kann nur hoffen das der Veranstalter daraus seine Lehren ziehen wird.Uns tangierte das alles herzlich wenig,denn wir hatten unseren Spaß.
Team_Walter_2
Vor allem als Team Norwegen mit Walter ins Geschehen eingriff,waren einige kaum mehr zu halten.Als Walter dann auch noch einen Hackentrick erfolgreich kredenzte,wurde die Arena zum Hexenkessel und mittendrin…die GSV Oldies.

zuschauer

Richig einen Raushängen ließ dann der Kapitän der Herzen als er „den-ganzen-Ruhm-alleine-erntend“ unsere frisch bestellte Cerveza-Runde an das finnische Damenteam verteilte.Die reagierten auf unsere zu Eis erstarrten Gesichter absolut cool, indem sie uns ihrerseits zu einer Runde Hopfenkaltschale einluden.
Nach Ende der Finals ging es dann fröhlich beschwingt ins Hotel zum Essen fassen.
Unter dem Motto, „das letzte Abendmahl“,gab es nochmal ordentlich etwas zwischen die Kiemen bevor wir uns für die Piraten-Party aufhübschten.Aufgewertet wurde das Buffet von unzähligen 100jährigen Engländern,was den Grimmener Pöbel wieder zu allerlei Sprüchen verleitete.“Henkersmahlzeit“ und „Letzter Bissen“ seien hier stellvertretend genannt.

Während in allen Zimmern die Vorbereitungen zur großen Abschlußparty liefen,spielte sich in 140 mal wieder ein Drama ab.Was genau passierte,ist bis heute nicht exakt nachzustellen.Überliefert ist nur das der Käptn irgendwann in der Lobby auftauchte und einen 12kg Eisbeutel an seine Wange presste.Aber was war passiert?Ein halber Zahn wurde ihm abgebissen.Aber wie und warum?
Nach gründlicher Recherche war nur noch heraus zu bekommen das es ein geheimes Treffen mit Ursula & Rita gegeben hatte.Was sich dort abspielte, wird wohl in den ewigen Jagdgründen von Santa Ponsa verschollen bleiben…

Egal,unser treffsicherster Sechs-Meter-Schütze biss im wahrsten Sinne des Wortes auf die Zähne und begleitete die Meute GSV Oldies zur Abschlußparty auf dem Sportplatzgelände.
Gutgelaunt enterten die „Piraten vom Schwanenteich“ direkt den Tresen und gaben diesen auch nicht mehr her.Ab sofort war Partyalarm und die GSV Oldies voll dabei.

piraten1

Die längste Polonaise der Welt.

polonayse

vossi_wedows

Ob Walter,der kleine Muck,Krischis Klon oder Heidi „die schwangere Wodkavernichterin“,alle Turniergrößen gaben sich nochmal die Ehre am Grimmener Messestand.Walter zeigte dabei ein besonderes Interesse und wich kaum von unserer Seite.
…und wenn Walter tanzen will,ist gegen ihren Handgelenkgriff kein Kraut gewachsen.Dann musst du mit!Einige wirkten dadurch leicht eingeschüchtert und so dominierte fortan ein Satz in unserer Gruppe.“Achtung,Walter guckt wieder!Kein Augenkontakt…nicht hinschauen,sonst kommt sie wieder.“Meistens war es da schon zu spät.Keiner kann dem Blick der Medusa standhalten und wenn man erstmal zur Salzsäule erstarrt war,hatte Walter leichtes Spiel.

stasiundwalter

Als die ersten Erschöpfungsanzeichen spürbar werden,verlässt der Weltmeister unter tosendem Applaus die Veranstaltung.Auf dem Rückweg gehts an Renates Inn vorbei ins Hotel.Es erübrigt sich wohl zu erwähnen das Ursula & Rita natürlich wieder in der Hoffnung auf Autogramme im Lokal lauerten.
…und sie wurden nicht enttäuscht!Als der Ehemalige Rita einen schönen hopfenhaltigen Schmatzer auf die Wange drückt, setzen die Wechseljahre sofort wieder ein.

Dann ist Schicht im Schacht und gegen 4:00 Uhr kommen dann schließlich auch die Letzten zur verdienten Nachtruhe.

„Der Herr der Bälle – Chronik eines Titelgewinns – Teil 3“

Teil 3 – „Mein Gott Walter“
Tag 3 – Samstag 17.Mai 2014 – Spieltag 1

Pünktlich gegen 7:00 Uhr gehen in allen Zimmern die Wecker los.
In allen Zimmern?
Nein natürlich nicht…in 140 ist man mal wieder früher wach.Vossikules wird gegen 6:30 Uhr durch ein fieses Geräusch geweckt.Als sich die Augenlider langsam öffnen,sieht er wo es herkommt.Der Käpt`n ist bereits in voller Montur und gerade dabei die
Klettverschlüße an den Schienbeinschonern zu testen.Vermutlich das verabredete Weckzeichen in Room 140. 🙂
Für 7:45 Uhr ist heute gemeinsames Frühstück angesetzt, da wir um 8:30 Uhr bereits vor Ort sein müssen.Beim english Breakfast nichts Neues…reichlich Ei,Bohnen und Wurst.
Dazu einen leckeren Muckefuck.Aber die Speicher müssen gefüllt werden.Heute steht ein Mammutprogramm an, 7 Spiele innerhalb von knapp 6 Stunden und das bei Sommertemperaturen von 26-28 Grad.Kurz vor Halb Neun erreichen wir dann die Sportarena und Valderama sichert uns einen perfekten Schattenplatz.Grundvorausssetzung um hier heute bestehen zu können.Erste leise Zweifel kommen auf, als man gen Himmel schaut und keine Wolke zu sehen ist.Haben wir uns mit der Meldung für das Männerturnier wirklich einen Gefallen getan?Teams mit Jünglingen zwischen 20-25 Jahren stehen unseren Oldies mit einem
Altersschnitt von knapp 40 gegenüber.Egal,der Titel ist bereits in unseren Händen und Fussballspielen wollen wir ja schließlich auch.

Spiel 1
09:00 Uhr GSV OLDIES – BELGIUM BEER DEVILS (BEL) 3:0
Wir müssen gleich im ersten Spiel ran und uns gegenüber steht eine
„Rotznasentruppe“ von knapp 20 Jahren.Was sofort auffällt,sie haben keinen
Wechselspieler auf der Bank und das bei der Hitze…Vorteil: GSV.
Wie startet man perfekt in ein Turnier?Mit einer frühen Führung!
Gesagt,getan und gleich zu Beginn ist Knipser Vossikules zur Stelle und
bestätigt seine gute Form mit dem 1:0.Als Hr.Mondtal kurz danach auf 2:0
erhöht,sind die belgischen Jungspunde schön perplex und unsere Rentnerband
lässt jetzt erstmal technisch hochwertig den Ball laufen.Kräfte sparen und kontern ist nun angesagt.Das klappt hervorragend und einen dieser Konter schließt IM Maik
sauber mit links zum 3:0 ab.Abpfiff.Belgier abgekocht.Traumstart ins Turnier hingelegt.
1:0 Voß
2:0 Sonnenberg
3:0 Stassewski

Kanthi_Sonne

Spiel 2
09:48 Uhr BIG RED (ENG) – GSV OLDIES 0:3
In Spiel 2 gehts dann erstmals gegen ein Team von der Insel.Davon haben wir 7 in
unserer 12er Gruppe.Von Beginn an ist zu spüren…die halten ganz anders dagegen und
so kommen wir etwas schwerer ins Spiel.Als der mit dem Sonnenbrand blitzsauber ablegt und Vossikules sicher zum 1:0 verwandelt,gibt uns das Sicherheit und die Inselboys werden ganz klar ruppiger.
Der Ehemalige gibt nach einem super Spielzug die passende Antwort,als er frei vor dem Keeper mit einem coolen Lupfer über selbigen auf 2:0 stellt.Geile Kiste und jetzt haben wir die Wurst-zum-Frühstück-Esser im Sack.Die Kugel läuft gut und Achilles veredelt einen
schönen Paß mit einem Pfund zum 3:0.
6 Punkte,6:0 Tore…was für ein Turnierauftakt.
0:1 Voß
0:2 Kroschel
0:3 Zühlsdorf

Spiel 3
10:36 Uhr GSV OLDIES – KÖLSCHE- KELTEN (D) 2:0
Jetzt stand das Spiel um die inoffizielle deutsche Meisterschaft an,denn die Kölner waren neben uns das einzige deutsche Team.Wir nannten sie, die „300“, denn die Kölschen Jungs waren mit dem größten Kader hier auf Malle vertreten.
Die Rheinländer wollten uns vor Spielbeginn mit einem geschlossenen Kreis und markigen Anfeuerungen beeindrucken.Wir reagierten mit dem schönsten Turniertor an diesem Wochenende.Vossikules spielt einen Einkick in den Lauf des von hinten durchgestarteten Valderama und dieser legt per Hacke in die Mitte,wo die Seereederei sicher vollendet.1:0,Traumspielzug und das alles in einer für Alte Herren eher untypischen Geschwindigkeit.Zack-Zack-Zack…dieses Tor geht als das sogenannte „Drei-Zack-Tor“ in die Geschichtsbücher ein.
Die Westdeutschen mussten sich erstmal sammeln und wirkten leicht konsterniert.
Dann aber machten sie mächtig Betrieb und erspielten sich Chancen im Minutentakt.
Begleitet von „Anpacken,Draufgehn,Wach sein!“ wollten sie nun den Ausgleich.
Mitten hinein in die Kölner Drangphase,platzierten die GSV Oldies aber die nächste Sahneschnitte.Konter über rechts und Valderama war wieder nach vorne durchgelaufen,bekam den Ball durchgesteckt und wie sein Hamburger Schlafpartner im Spiel zuvor, überlupfte er einfach den gegnerischen Torwart zum 2:0.Wahnsinnstor und blankes Entsetzen beim Gegner.The cat was in the sack!Deutscher Futsalmeister 2014 – der nächste Titel war eingefahren…unbelievable,fucking brilliant!
1:0 Sonnenberg
2:0 Kanthak

Spiel 4
11:24 Uhr FC Alpha 2 (ENG) – GSV OLDIES 3:2
Das Skandalspiel
Jetzt wartete ein richtiger Brummer auf uns.Ein Londoner Team war hier mit 2 gleich starken Mannschaften vertreten und spielte in der offiziellen 2.englischen Futsal Liga.
Die Black Stars machten von Beginn an ein Höllentempo und gingen folgerichtig mit 1:0 in Front.Als das 2:0 nur noch eine Frage der Zeit zu sein schien,bekamen die Oldies eine Ecke.Flach und scharf reingespielt und Hr.Mondtal mit einem Wahnsinnshammer in den Winkel,1:1.Die Profis wirkten leicht geschockt,hatten sie die Mumien aus Grimmen doch bisher locker beherrscht.Sofort gaben sie wieder Vollgas…aber Fehlpaß,kurz nach rechts raus,Querpaß nach links und dort steht Achilles und nagelt seinen Speer unten links in die Ecke.1:2!Sensationell!
Die geschockten Briten dann fast mit dem spielentscheidenden Fehler.Der Keeper war mit raus und verliert den Ball im Zweikampf an Hr.Kroschinski…das Tor ist leer,aber leider ist der Abschluß ein wenig zu laff denn ein zurückgeeilter Verteidiger kann den Ball noch vor der Linie klären.Was dann folgte war ein unglaublicher Betrug zu unseren Ungunsten.Man hätte ja denken können,das wir als die mit Abstand älteste Truppe einen klitzekleinen Bonus hätten,aber denkste,der holländische Schirie zeigte uns nun eindeutig wie seine Sympathien hier verteilt waren.Erstmal gab es die erste Zeitstrafe gegen Valderama obwohl er klar den Ball spielte.Als das noch nicht zum Ausgleich reichte,da wir alles reinwarfen was wir hatten,zeigte er nach einer Ecke auf den Sechs-Meter-Punkt.Die Engländer wunderten sich selbst nach dem Spiel noch, wofür es den gab.Der Orange hatte übrigends wegen Halten gepfiffen.2:2 und noch knapp 2 Minuten zu gehen.Leider reichte das der Witzfigur von Schirie immer noch nicht und so musste Achilles der ja bekannt ist für sein unfaires,hartes Spiel(Achtung Zynismus) vom Platz.Diese 4 gegen 3 Überzahl nutzten die Londoner dann schließlich glücklich mit dem 3.Nachschuß zum 3:2.Absolut bitter für uns denn wir hatten alles gegeben und mindestens einen Punkt verdient gehabt.
1:0
1:1 Sonnenberg
1:2 Zühlsdorf
2:2
3:2

Zühler

Spiel 5
12:44 Uhr GSV OLDIES – WHITBURN VILLAGE UNITED A (ENG) 1:1
Ein wenig hatten wir noch an dem Spiel zuvor zu knabbern,denn gegen ein weiteres Team
aus England kamen wir nicht recht zu Potte.Vielleicht ließen jetzt auch langsam die
Kräfte nach,denn 5 Spiele in jetzt knapp 3 Stunden fordern ihren Tribut.
Vossikules hatte mehrfach die Führung auf dem Fuß,aber die Pille wollte einfach nicht rein.So brauchten wir ein wenig Glück als Valderama eine Ecke direkt scharf aufs Tor zog und ein Engländer den Ball ins eigene Tor abfälschte.Egal,wir nahmen es dankend an.
Jetzt versuchten wir das 1:0 über die Zeit zu bringen,was leider nicht gelang.
Kurz vor Schluß fingen wir uns noch das 1:1.
1:0 Kanthak
1:1

Nun gab es knapp 1,5 Stunden Siesta (Mittagspause).
Bis hierhin hatten wir uns richtig gut geschlagen.Nach 5 Spielen standen 3 Siege,1 Remis und 1 Niederlage für die GSV Oldies zu Buche.Der Alte Herren Weltmeister machte auch bei den Jungen eine gute Figur.

Ein Erlebnis der besonderen Art sollte sich beim Essen fassen zutragen.
Vossikules,Achilles und der Ersatzkeeper lernten die mediterane Gemütlichkeit der Spanier kennen.Vor allem Vossikules musste schwer darunter leiden,denn Hunger macht bekanntlich aggressiv.Während Achilles und der 2.Keeper noch im Hauptrestaurant auf ihre Lunchmarken warteten,hatte Vossikules mit einem kurzen Zwischenspurt die begehrte Pole Position am Grill erkämpft.Froh über diesen Teilerfolg bestellte er mit selbstsicherem Englisch freundlich „One Hot Dog“.
Als Achilles & Co. am Grill eintrafen,hatte es sich Vossikules schon am Tisch gemütlich gemacht und warf ihnen ein süffisantes „hab schon bestellt“ entgegen.Sie hatten mittlerweile ca 10 Schiries vor sich und konnten nach knapp 10 Minuten Wartezeit ordern, „2 Hamburger, please“.In dieser Zeit wurde Vossikules schon mehrfach unruhig und fragte (noch freundlich) den Grillmeister was denn sein Hot Dog mache.Aber er hatte nicht mit dem kleinen Muck gerechnet.

der kleine Muck – deutsch
little Muck – englisch
lüttlü Mückü – türkisch
malenki Musk – russisch
grande Mucko – spanisch

Der kleine Spanier am Grill schien ganz entspannt auf Durchzug gestellt zu haben.
Vossikules wurde langsam ungeduldig.Wie ein hungriger Löwe tigerte er jetzt ständig auf und ab und seine Nachfragen nach seinem Hot Dog wurden langsam lauter und häufiger.
Und der kleine Muck?Lässig verließ er erstmal komplett den Grill und ward nicht mehr gesehen.Uns Vossikules hatte unterdessen schwer mit einem Hungerast zu kämpfen und suchte den Schulterschluß zu der Schirietruppe die mittlerweile selbst am Grill stand.
Jetzt ging es ein wenig fixer,aber dann fiel es Vossikules wie Schuppen von den Haaren.
Little Muck hatte überhaupt kein Hot Dog auf den Grill gelegt. 🙁
Zudem waren jetzt die Hamburger fertig und Achilles und der Ersatzkeeper setzten sich zum
Hungernden an den Tisch,nahmen einen großen Happs und fragten aufreizend „wie war der Hot Dog?“.Danach folgte ein wieherndes Gelächter…nur einer konnte überhaupt nicht lachen. 🙂 Als dann weitere 10 Minuten später der Hot Dog endlich fertig war…fehlte der Ketchup.Mit einem hohem Aggressionspotential in sich schrie Vossikules „ach lecks mich doch am A…“,verschlang den Hot Dog in einem Stück und machte sich zur Beruhigung auf den Weg in unsere Schattenzone.

hotdog

Spiel 6
14:20 Uhr FC Alpha 1 (ENG) – GSV OLDIES 2:1
Gleich im ersten Spiel nach der Mittagspause hatten wir die erste Truppe von Alpha als Gegner.Nach dem Skandalspiel von heute vormittag unsere Chance auf Revanche.Aber die Beine waren schwer und die Engländer waren jung,schnell und ausgeruht.
So war das 1:0 nicht überraschend.Das 1:1 durch ein schöne Granate von Achilles dagegen schon und dem Favoriten war leichter Frust anzumerken.Aber die Londoner gaben weiter Gas und als das 2:1 fiel, hatten wir dem nichts mehr entgegenzusetzen.
1:0
1:1 Zühlsdorf
2:1

Spiel 7
14:52 Uhr GSV OLDIES – VIRTSU JALGPALLIKLUBI (EST) 1:0
Im letzten Spiel des Tages mussten wir gegen ein sympatisches Team aus Estland antreten.
Die hatten den größten Fanclub am Start mit einem Kreischpotential wie bei einem
Boybandkonzert.Da half nur eins,Angriff.Aber unsere Beine waren schwer und die Konzentration ließ nach.Trotzdem erspielten wir uns eine Menge Torchancen und ich bin sicher, hätte Vossikules seinen Hot Dog früher bekommen,hätte er hier mindestens 2 Buden gemacht.So wogte das Spiel am Ende hin und her ohne das einem Team ein Treffer gelang.
Es waren nur noch Sekunden zu spielen als wir nochmal eine Ecke bekamen.Kurz ausgeführt auf Hr.Mondtal,Körpertäuschung,vorbei am Gegenspieler,Keeper getunnelt…Tor.
1:0 quasi mit dem Abpfiff!Wie geil war das denn!Damit hatten wir einen super Abschluß am ersten Turniertag.
1:0 Sonnenberg

Unsere Bilanz: 4 Siege,1 Remis und 2 Niederlagen -> Platz 3 Kurs:Halbfinale

Auf dem Nebenplatz lief noch ein Damenspiel welches wir interessiert verfolgten.
Hier sehen wir Walter oder Kirsten,wie er sich mit Künstlernamen nennt, zum ersten Mal.
Seine graziele Art fällt allen sofort auf.Während andere Mädels mit Tempodribblings auf Walter zulaufen,stellt sich Walter einfach in den Weg.Das sorgt bei uns für ein Raunen und erste zaghafte Anfeuerungen in Richtung dieser Amazone des Damenfussballs.
Walter quittiert diese unaufgeregt mit einem Lächeln.Einige sind sofort verliebt und kaum mehr vom Damenspielfeld wegzulotsen.

Walter

Nach dem Abpfiff ist dieser Turniertag beendet und wir machen uns gutgelaunt auf den Weg ins Hauptquartier.

Heute ist großer Pokalabend,Bayern vs. Dortmund steht an.
Vorher läuft noch das spanische Meisterschaftsfinale zwischen Barca und Atletico Madrid und so machen wir uns schon gegen 17:30 Uhr frisch geduscht und in der offiziellen
Ausgehuniform auf die Suche nach einem geeigneten Lokal.
Nachdem bei „Renates Inn“ leider das deutsche Pokalfinale nicht übertragen wird,gehts weiter in die Kultkneipe von Jürgen Drews,in den „König von Mallorca“.
Rechtzeitiges Erscheinen sichert gute Plätze,es sei denn der amtierende Futsal Weltmeister kommt und so wird ruckzuck reagiert und aus 2 Tischen wird Einer.

drews

Oberkellnerin Katrin zeigt hierbei ihre ganze Professionalität und liest uns jeden Wunsch von den Lippen ab.Schwieriger wirds für sie im laufe des Abends als die Kombination „Oberlippe-Glas-Unterlippe“ köstliches Naß in die Kehlen der durstigen Neun spült und ein genaues Lippenablesen dadurch fast unmöglich wird.
Die Sangria Pitcher sind ab sofort fester Bestandteil unserer Runde und mit zunehmender Zeit scharen sich immer mehr Schaulustige um den Tisch des Weltmeisters.Als Mr.Sonnenbrand himself das Kunststück fertig bringt,den Königs-Burger als erster Gast seit Eröffnung des Lokals 2012 komplett zu verschlingen,ist die Stimmung am Siedepunkt und das spanische Meisterschaftsfinale wird fast gänzlich zur Nebensache.Langsam wirds richtig voll in der Hütte und Kellnerin Katrin braucht Verstärkung.Kurz darauf erscheint eine Gleichuniformierte an unserem Tisch und stellt sich mit dem Kultspruch: „Karina, Springer“ vor.Diese Steilvorlage nutzt der Grimmener Mob natürlich sofort aus und antwortet nacheinander freundlich: „Andrè,Turm…Christian,Läufer…Rene,König,…Maik,Dame…Robert,Bauer.“
Karina braucht eine Weile um den „Schachfiguren-Joke“zu verstehen,als sie ihn dann hat,huscht ein Lächeln über ihre Lippen und von da an haben wir sie auf unserer Seite.Fucking brilliant!Das Pokalfinale kann beginnen.
Mittlerweile sind auch die Jungs Vom Team „Sparkasse Lübbecke“ vor Ort und haben ,sehr zum Leidwesen aller „Rechtssitzer“ an unserem Tisch,den Nebentisch eingenommen.Fussball gucken wird ziemlich schwierig wenn man von der Seite dermaßen zugetextet wird,das man seine eigenen Gedanken nicht mehr ordnen kann.
Als einige von uns selbst aufs „stille“ Örtchen verfolgt werden und auch beim Rauchen einjeder seinen persönlichen Stalker dabei hat,muss Herr Kroschinski ein Exempel statuieren.Mit einem markerschütternden Schrei ins Ohr seines Schattens,der selbst das Bild auf der
Videoleinwand für 0,034 Sekunden einfrieren lässt,kann er sich aus der Umklammerung des Octopus befreien.Nachdem das mit den Jungs aus dem Regierungsbezirk Detmold geklärt ist,verstehen wir uns alle super und genießen zusammen das Pokalfinale Bayern vs. Dortmund.
Unterbrochen wird die geile Fussballparty nur noch einmal.In der Halbzeitpause hat Julia Leischick ihren großen Auftritt.In einem „Bitte Melde Dich“ Mallorca Special spielen sich unglaubliche Emotionen ab als unser Kapitän der Herzen seinen verschollenen Bruder wiederfindet.

krischi

Da wird Karl Friedrich einiges zu erklären haben…

Als es dann nach dem Spiel so langsam Richtung Hotel geht,scheint eines bereits klar zu sein…was soll das morgen bloß werden? 🙂

Abtshagen kommt

Im letzten Spiel der Pokalrunde empfängt der Grimmener SV am 13.06.2014 um 19:00 Uhr den SV Abtshagen im Jahn Sportpark.Für den bereits für die Endrunde qualifizierten Gastgeber gehts praktisch um nichts mehr,wohl aber für die Gäste.Mit 10 Punkten rangieren die Abtshäger zur Zeit noch auf Platz 2, welcher auch zur Teilnahme an der Endrunde reichen würde.Mit Kandelin und Klevenow haben sie allerdings 2 Verfolger im Nacken.Mit einem Remis oder Sieg in Grimmen wäre Abtshagen sicher dabei.Bei einer Niederlage muss man auf die Ergebnisse der Konkurrenz schauen.

„Der Herr der Bälle – Chronik eines Titelgewinns – Teil 2“

Teil 2 –  „Die Gefährten sind müde“
Tag 2 – Freitag 16.Mai 2014 – Ruhetag

Transparent
Vom Veranstalter perfekt organisiert,hatten wir heute unseren Ruhetag.
Ausschlafen war angesagt.Dies galt scheinbar nicht für „Chaos-Zimmer“ 140, wo noch vor dem ersten Hahnenschrei das Geräusch von „Schlüpper an-Hemd runter-Socken hoch“ die Nacht durchschneidet.
5:30 Uhr
Der Kapitän der Herzen ist hellwach, nachdem er sich die ganze Nacht (2 Stunden) hin und her gewälzt hatte.Schuld daran waren Ursula & Rita,welche ihn mit ihrer jugendlichen Art doch ein wenig aus dem Konzept gebracht hatten.So entschloß er sich zu einem morgendlichen Strandspaziergang um den Kopf frei zubekommen.
6:00 Uhr
In „Kuschel-Zimmer“ 137 erwacht der Ersatzkeeper aufgrund einer gewissen Ungemütlichkeit.Noch in voller Montur inkl.Schuhe auf der Überdecke liegend und nur mit einem Handtuch zugedeckt,kann auch keine Gemütlichkeit aufkommen.Innerhalb von handgestoppten 4,3 Sekunden bedeckt nur noch der Schlüpper vom Vortag den Astralkörper.Rasch gehts unter die Decke,schön einkuscheln und weiter schlafen.
6:15 Uhr
Neues aus Zimmer 140.
Der Kapitän hat seinen Strandspaziergang beendet.
Da er seine Room-Brüder nicht wecken wollte(?) ,hatte er kurzerhand den Schlüssel im Zimmer gelassen.Mit immer lauter werdenden Klopfzeichen bat er erneut um Einlaß.
Der Sänger von Unheilig gewinnt daraufhin gegen Vossikules das „ich tue so als ob ich noch schlafe Duell“ und dieser öffnet anschließend „gutgelaunt“ die Tür.
6:30 Uhr
Zur Abwechslung mal etwas Neues aus Zimmer 140
Pedro el pico (zu deutsch „der Specht“),ein spanischer Bauarbeiter,beginnt sein Tagwerk indem er direkt unter dem Fenster unserer drei „Langschläfer“ mit Hammer und Meißel bewaffnet,die Klopfzeichen des Buntspechtes zu immitieren scheint.Das gibt Vossikules den Rest und damit ist in Zimmer 140 die Nachtruhe endgültig beendet.
8:30 Uhr
Das „Heavy-Metall-Zimmer“ 136 beginnt den Tag standesgemäß mit KIKA.
8:31 Uhr
Die Insassen aus Zimmer 137 werden durch laute Kinderlieder aus dem Nachbarzimmer geweckt.Kurzes Hochschrecken…oh Gott bin ich schon wieder zu Hause?
Tiefes Ausatmen…nein,ich bin noch auf Malle.
8:35 Uhr
Erneutes Einschlafen in Zimmer 137 wird verhindert als eine Uniformierte ins Zimmer stürzt und lauthals „Hola“ hineinschreit.Die Putze hinterlässt 2x Tinitus und die Frage ob sie sich als Frau Holler vorgestellt hatte oder was bedeutet „Hola“ ? 🙂
Nur im „Balkonflüchter-Zimmer“ 139 (die Jungs benutzten in 4 Tagen gefühlte 0x ihre Eingangstür sondern den Balkonweg über 136,137) herrscht eine ganz entspannte Ruhe.
Erst lautes Gepolter aus Nachbarzimmer 140 weckt unsere „Jüngsten“.
9:00 Uhr
Der Weltmeister betritt erstmals das Hotel Restaurant zum Frühstück.
Nach kurzer Autogrammrunde gings strammen Schrittes an Tisch 56.
Das Abendbrot am Vortag war ganz nach dem Geschmack der Ex-Kreisstädter.
Heute gabs das Kontrastprogramm dazu.
Englisches Frühstück…wie lecker! 🙁
Ei in allen möglichen Variationen und Wurst soweit das Auge reicht.
Dazu schön lecker Bohnen am Morgen und Brot so hart wie Krupp-Stahl.
Wer etwas Zeit mitgebracht hatte,konnte sich am Toaster von 1867 anstellen
und der Drehscheibe hinterherschauen auf die man sein Toast legen musste.
Verzweifelt konnte man nach jeder Runde,wenn sein Toast wieder auftauchte,
feststellen,das sich am Bräunungsfaktor quasi nichts getan hatte.
Der absolute Knaller war aber,das nur maximal 4 Toast auf diese Höllenmaschine
drauf passten.Ich überlasse es eurer Fantasie sich vorzustellen wann so ein Toast fertig war,insbesondere wenn man erst noch anstehen musste.
(Engländer legen übrigends immer gleich 4 Toast mit mal auf)
Ok,egal…hauptsache den Tag mit einem leckeren Kaffee beginnen.
Pustekuchen!Muckefuck statt richtigem Kaffee.Boah,watt war der eklig.
Kein Wunder das in morgentlicher Runde stattdessen Sprüche generiert werden
die zurecht das Prädikat „Besonders Wertvoll“ verdienen.
„Würdest du mich f…? Also ich würde mich f…!“
Dieser poetische Leckerbissen begleitete uns nun die verbleibenden Tage.
Dann gings erstmal wieder hoch in Etage 1.
Auf der To Do Liste stand nun: „Conchita machen“ ,was aufgrund des „leckeren“
Frühstücksbuffets kein größeres Problem darstellte.
Das „Kuschel-Zimmer“ 137 erlebte beim Betreten des Zimmers sein Waterloo,denn unsere freundliche Putze Frau Holler hatte kurzerhand die Mittelritze (auch Lakenvötzchen genannt) von 1mm auf 1 Meter verbreitert und eine erneute Zusammenführung
der Zwillingsbetten durch einen zum Keil missbrauchten Nachttisch verhindert.

Für Tag 2 war Relaxen als Parole ausgerufen und der mit der Perücke von Valderama gab 16:30 Uhr als tagesaktuellen Endtermin für Alkoholgenuß zu Protokoll.Schließlich stand für Morgen Turniertag 1 an.
10:30 Uhr
Zuerst ging es gemütlich schlendernd zum Fussballplatz um uns ein paar Spiele der Teams anzusehen,welche bereits heute gegen den Ball treten mussten.
Spielfeld
Schnell waren wir uns einig…heute wäre bei uns nicht viel gegangen.
Der Planet brannte von oben auf die 9 Gefährten herab und Schatten suchen,entwickelte sich zu einer absoluten Herausforderung.Ob man wollte oder nicht,man musste dem Austrocknen mit einem eiskalten Cerveza entgegenwirken.Salut!Ooohh…schon besser! 🙂
12:00 Uhr
Als die ersten Mägen sich wehenartig wie bei einer Schwangerschaft im 5 Minuten Rythmus melden,verlassen wir die Sportstätte und suchen ein geeignetes Lokal für den Lunch.
Schließlich landen wir wieder in „Renates Inn“ und bestellen erstmal Cerveza und Sangria als Vorspeise.Völlig entgeisterte Gesichter sind zu bewundern als der Käptn,als wäre es das normalste der Welt,eine Pina Colada bestellt.Nachdem wir uns mit landestypischen Gerichten gestärkt hatten,wird uns langsam klar das wir einen perfekten Platz in vorderster Reihe einnahmen.
Zum Nachtisch gab es jetzt „Gaffen in HD“.In der Hauptrolle,Engländer ohne Schamgrenze.
Was sich da teilweise vor unseren Augen abspielte,erforderte einen starken Magen oder Augenzukneifen.Als die Rechnung kommt,bringt uns Cheffe noch ein paar Gläschen Selbstgebrannten.Schon die Farbe (Pink) lässt uns zusammenzucken und den Geschmack bin ich bis heute noch nicht losgeworden.Widerlich,wie Nagellackentferner…einige behaupten später sogar es wäre welcher gewesen.
Den Knaller lässt allerdings der Käpitän der Herzen los,als er seinen Kurzen mit dem Spruch, „Auf zwei Beinen kann man nicht stehen“, hinunter würgt.
15:00 Uhr
Die Delegation aus MVP verlegt ihr Hauptquartier an den Hotelpool.
Jetzt wird den greisen Naturschönheiten aus Good old England erstmal gezeigt wie man Futsal im Pool spielt.Nach 2 Trainingsbahnen im Freistil (eine Bahn hatte 10m) wurde ein längere Ruhephase zum Sonnen angeordnet.Auch die 2 Minuten gingen zu Ende und eine Runde Cerveza ersetzte den Pausentee.Das hier alles anders ist,zeigte auch ein Gang in den Whirlpool.Normalerweise mit angenehmen 30 Grad angeheizt,wurde dieser mal locker mit gefühlten 8 Grad betrieben.Vermutlich um die Scharen von Engländern fern zu halten.
Wer`s aushielt,hatte den Whirlpool quasi für sich allein.
17:00 Uhr
Der mit der Sonne im Namen,hatte sich gleich mal den dazugehörigen Brand geholt.
Jetzt hieß es den Tag locker ausklingen lassen und den Cerveza-Verzehr langsam einzustellen.Morgen war schließlich der 1.Spieltag und der Weltmeister wollte seinen bisherigen guten Eindruck bestätigen.
19:00 Uhr
Nun galt es nochmal,geschlossenes Auftreten beim Abendbuffet zu demonstrieren.
Tisch 56 war vollzählig vertreten und hielt sich an die Vorgaben der eigens für dieses Turnier verplichteten Ernährungsberater.Zielstellung:Kohlenhydratespeicher wieder aufzufüllen.Im „Normalzustand“ wurde zudem festgestellt das der Tischwein eigentlich ungeniessbar war.Für die Engländer egal,die interessierte eh nur das der Eichstrich beim Eingiessen erreicht wird,aber für uns deutsche Gourmets war das keine Gaumenfreude.
22:00 Uhr
So langsam verabschiedeten sich die Helden zur Bettruhe.
Zimmer 140 schwörte sich nochmal auf eine ruhige Nacht ein… 🙂

„Der Herr der Bälle – Chronik eines Titelgewinns – Teil 1“

Teil 1 – „Die Gefährten“
Tag 1 – Donnerstag 15.Mai 2014 – Anreisetag

Pünktlich war Ronaldo Almseretti am Jahnsportpark angelangt und führte einen
letzten Boxenstopp durch.Nochmal wechseln von Regenreifen auf Slicks und dann
konnte es losgehen.Käptn Krischi enterte um 6:31 Uhr als Erster den Treffpunkt
und dann folgte das Einsacken der restlichen 5 Heimschläfer.
Ronaldo hatte die Route über Wochen im voraus minutiös geplant und auch deshalb
lief alles wie am Schnürchen.Über Grimmen-Jessin-Leyerhof ging es dann gegen 7:00 Uhr
Richtung Berlin.An Tanke Nummer 1,Recknitztal, setzte der flüssige Hunger ein und
einen perfekten Boxenstopp später war man wieder unterwegs Richtung Hauptstadt.
Der nächste Halt war nötig um Ballast abzuwerfen um die geplante Ankunftszeit nicht
zu gefährden.Kurzentschlossen opferten einige Mitreisende mehrere Liter salzhaltiger
gelber Flüssigkeit.Mit nun leichterer Karosse unter dem Gesäß war es für Ronaldo ein
leichtes die Zeitvorgabe zu erfüllen und so erreichten wir gegen 10:00 Uhr den
Flughafen Berlin-Tegel.
Dort folgte die Vereinigung mit Nummer 7,IM Maik.
Der Checkin verlief reibungslos und so ging es erstmal zum Frühstücken.
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Kurz darauf die Durchsage das unser Flug mit Verspätung ankommen würde.
Nachdem Käptn Krischi am Abflugterminal alles geklärt hatte,war klar…wir haben nochmal ca 40 Minuten Wartezeit.Zeit für ein 2.Frühstück.
Dann ging es endlich los mit Boarding und die Reisegruppe „GSV Oldies“ schaffte
es vollzählig in den Flieger nach Spanien.
In der Boing 737 stellte unser Kapitän zur See,Herr Mondtal,dann gleich mal einen
neuen Rekord für Sandwichverzehr auf Kurzstreckenflügen auf.Am Ende hieß es 3x Käse
und 2x Wurst.Nachdem über die Boardlautsprecher auch die restlichen Passagiere
über dieses Husarenstück informiert waren,hatten wir dann auch offiziell den ersten
Titel dieser ereignisreichen Reise eingefahren.
Einen Dank auch nochmal an Wölfi (68),meinen Sitznachbarn zu meiner Linken,welcher mir
mit seinen nicht enden wollenden Reiseberichten die Zeit extrem verkürzte.
14:45 Uhr Ankunft in Palma
Mit ca 45 Minuten Verspätung landeten wir auf Mallorca bei blauem Himmel und
Sonnenschein.Noch auf dem Flughafengelände erfolgte der Zusammenschluß
der „glorreichen Neun“.Die Hamburger Jungs hatten ebenfalls Verspätung und so kamen
unsere Flieger fast zeitgleich an.Kurz zuvor,während wir auf die Elbstädter warteten,
hatten wir eine unheimliche Begegnung der dritten Art.
Eine alte hässliche Frau hatte sich zu uns gesellt und erzählte uns etwas von einem
Auftritt im „Megapark“.Ihr Name war Gunter.
Gunter
Noch unter Schock stehend,benötigte unsere Reisegruppe erstmal ein Kaltgetränk um
den Schrecken aus den Gliedern zu schütteln.
Kurz darauf trafen wir dann Suzanne,die Reiseleiterin unseres Vertrauens.
Sie hatte eine furchtbare Nachricht für uns.
Wir bekommen einen Hotelupgrade von 3 auf 4 Sterne.Noch völlig verstört wurde es
erst jetzt allen klar…vorbei mit Assiurlaub,ab jetzt hieß es-gediegenes Auftreten.
Nach kurzer Kreisbildung und interner Beratung waren wir uns einig.Wir schaffen das!
Danach hieß es,ran an die Koffer und ab in den eigens für uns gecharterten Reisebus.
16:00 Uhr Ankunft im Hotel
Nach knapp 30 Minuten entspannter Busfahrt erreichten wir unser Hotel in Santa Ponsa.
Globales Santa Ponsa Park oder wie es jetzt auch heißt „Hacienda el campeón mundial“,
zu deutsch „Unterkunft des Weltmeisters“.
Nach dem Checkin und der Zimmerverteilung stand noch ein kleiner Entspannungsspaziergang an.
Ja…so hatten wir uns das vorgestellt,eine perfekte Anreise inklusive geilem Wetter.

19:30 Uhr ging es erstmals in einheitlicher Abendgarderobe ins Restaurant zum Essen fassen.Fleisch,Fisch,Suppen,Süßes,Saures…alles da was das Herz begehrt.Zusätzlich noch ein äusserst gewohnheitsbedürftiger Tischwein,was am Anreisetag aufgrund vorhandenem Pegel aber nicht weiter auffiel.
20:45 Uhr Treff zur Eröffnungsveranstaltung
Nachdem sich die Abgesandten Vorpommerns gestärkt hatten,marschierten sie im Gleichschritt zum Fussballplatz.Dieser war ca 5 Minuten Fußweg entfernt und sollte die nächsten Tage unsere Hauptstrecke markieren.In flüssigem Schulspanisch grüßten wir nach Ankunft freundlich in die Runde. „Hola!Buenos Dias!“
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Damit war das Eis gebrochen und wir wurden vor dem Stadion von Funktionären auf den
Einmarsch der Teams vorbereitet.Dann war es soweit.Durch die Lautsprecheranlage war in perfektem 5.1 Sound zu vernehmen: „Team GSV Oldies from Germany“.
In anmutiger Haltung,gazellengleich,gekleidet in edlem Zwirn schritten die Oldies des GSV gemeinsam in die ausverkaufte Arena.Ein Gänsehautmoment…tief eingepflanzt in die Erinnerungen der 9 Gefährten.Aber es sollte noch besser kommen…
Nachdem alle 30 Teams einmarschiert und vorgestellt waren,hatte der Cheforganisator Harry noch etwas wichtiges zu verkünden.
„We proudly present the NEW WORLD CHAMPION 2014 in the category futsal men over 35 years: Team GSV OLDIES“
Wir dachten erst uns verhört zu haben,aber alles starrte uns an in Erwartung einer Reaktion.Die nächsten 3 Sekunden waren eine gefühlte Ewigkeit,aber schließlich machte sich der Ersatzkeeper unter tosendem Applaus auf den Weg nach vorne.Das Stadion erbebte als er den Pokal nach oben reckte und als er in makelosem deutsch schrie:“Da ist das Ding!“ ,gab es kein Halten mehr.Unser Kapitän zur See war der erste der die „Befruchtung“ einleitete.
Pokalübergabe_4

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Auch internationale Teams waren von diesem ergreifenden Moment dermaßen adrinalisiert,das sie spontan aufs Spielfeld stürzten und alle zusammen „Lemmingartig“ auf uns spangen so das sich ein 6,30m hoher Haufen bildete.
(ab sofort unter dem Begriff „Haufing“ im Duden zu finden)
Als alle „Vereinsfremden“ von Funktionären abgesammelt waren,fand man ganz unten ein paar GSV Oldies ca 30cm tief in den Kunstrasen gequetscht.Einmal kurz durchgeschüttelt,dann war alles wieder im Lot.
So langsam konnten wir aber realisieren.Wir waren Weltmeister!
Keiner hatte es gewagt gegen uns anzutreten,scheinbar hatte sich weltweit rumgesprochen wie intensiv (eine Trainingseinheit) wir uns auf dieses Event vorbereitet hatten.
Amateur Futsal Weltmeister 2014 Ü35 !!!
Da ist das Ding!
Wir waren Weltmeister und das zeigten wir auch auf der anschließenden Eröffnungsparty.
Ab sofort ging die Post ab und die Weltmeister hatten durchgehend mindestens einen Vertreter auf der Tanzfläche geparkt.Hier profitierten wir natürlich auch von der perfekten Teamzusammenstellung.Die jahrelange Erfahrung als Animateur konnte IM Maik perfekt nutzen um den frischgebackenen Weltmeister würdig auf der Showbühne zu vertreten.So zeigte er unter anderem den spektakulären Zaubertrick,wie man einen zweiköpfigen Menschen erstellt.(siehe Foto)
Stasi_Grafer
Gegen 2:30 Uhr,wir waren jetzt bereits ca 21 Stunden am Stück auf den Beinen,verließ der GSV Troß die Party in Richtung Hotel.Auf dem Rückweg kurzer Boxenstopp beim „Goldenen M“ zum 2.Abendbrot inklusive Cerveza.Fast im Hotel angekommen,mussten wir nochmal aufgrund einiger Durstverspürer in einem gemütlichen Lokal einkehren.
In „Renates Inn“ (warum wir es so nannten,weiß  bis heute keiner) lernten wir dann unsere 62jährigen Edelfans Ursula & Rita kennen.So ein Weltmeistertitel zieht die Groupies natürlich magisch an.Der Kapitän der Herzen  und der Sänger von Unheilig übernahmen spontan diesen wichtigen Pressetermin während sich der Rest ins Hotel verabschiedete.
Nachdem 7 der Gefährten bereits die Nachtruhe eröffnet hatten,entschieden sich die 2 Verbliebenen für eine Taxifahrt vom Restaurant ins Hotel.Als das Taxi hielt,entdeckten beide glücklicherweise das das Hotel nur 50m entfernt war und machten stattdessen spontan einen Spaziergang nach Hause. 🙂

…und somit ging der längste Tag des Jahres endlich zu Ende.

PS: Angeblich soll es im Hotel noch zu einem Treppensturz gekommen sein.
Vermutet wurde ein „Beinhacker“ als Ursache.

Fortsetzung folgt…